Doping im Triathlon

Die Frage wird immer wieder gestellt: „Hat der Triathlonsport ein Dopingproblem?“ Da möchte man fast die Gegenfrage stellen: „Warum sollte er als einziger Ausdauersport eigentlich kein Dopingproblem haben?“ Sicher, hier spielt schon etwas Sarkasmus hinein. Aber die Lage ist ja auch wenig befriedigend. Denn je mehr Triathlon-Veranstaltungen unter dem kommerziellen Dach der WTC stattfinden (World Triathlon Corporation – der Lizenzgeber für alle Ironman-Rennen weltweit), umso unwahrscheinlicher wird es, dass der Veranstalter den Ast, auf dem er sitzt, selber ansägt.

Bildschirmfoto 2015-06-10 um 16.54.19Es gab vor einigen Jahren bei einem bekannten Langdistanz-Rennen die Situation, bei der eine Gruppe von Altersklassen-Athleten sicher war, dass zwei ihrer Altersklassen-Konkurrenten gedopt waren. Dies wurde dem Veranstalter per Mail mitgeteilt, verbunden mit der Bitte um Kontrolle dieser Athleten. Schließlich würde der Veranstalter ja mit Doping-Kontrollen bei Amateursportler gewissermaßen ja auch für den sauberen Sport und den eigenen Willen werben, diesen Sport frei von unerlaubten Substanzen zu halten. So gesehen also auch ein Qualitätsmerkmal der eigenen Rennen! Sinngemäß wurde geantwortet, es sei nicht wichtig, was die Altersklassen-Sportler tun würden. Ein positiver Doping-Test würde ohnehin nur ein schlechtes Licht auf den Sport werfen. Siegt da der Kommerz?

So kann man das also auch sehen … „zum Wohle des Sport“ … eben doch keine Ernsthaftigkeit – ich für meinen Teil betrachte die Top-Leistungen in den Altersklassen sehr kritisch und muss mich teilweise schon wundern, wenn z.B. 50-Jährige einen Ironman-Marathon unter 3 Stunden laufen oder deutlich unter 5 Stunden Radfahren. Doch das mag mein persönliches Problem sein. Sicher scheint jedoch: an Dopingmittel zu gelangen, ist heute einfacher denn je. Und die Nachfrage ist wohl auch vorhanden.

Dazu eine kurze Randnotiz: im Januar wurde unsere Maschine von den Kanaren vom Zoll gecheckt. In Frankfurt fragte ich den Beamten, ob das nicht ungewöhnlich sei, wo doch die Reisegruppe zum größten Teil aus Rentnern bestehen würde. Antwort: „Nein, das ist nicht ungewöhnlich!“ Frage: „Und wonach suchen Sie?“ Antwort:“Zigaretten, Medikamente und Dopingmittel.“ Da war ich sprachlos.

Der eigentliche Anlass für diesen Artikel ist aber der Beitrag von TRS Triathlon zur Thematik. Und hier geht es mit einem KLICK genau dorthin. Bitte lesen!

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