Prognose WM 70.3

Es macht ja doch immer wieder Spaß, sich Gedanken über den Ausgang von Rennen zu machen, mit denen man aktiv selber gar nichts zu tun hat. So fachsimpelt man von etwas, was man eigentlich nur aus der Entfernung einschätzen kann. Also machen wir das doch auch einmal angesichts der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Kanada am kommenden Sonntag (Zeitzone -6h für den Livestream).

Ich muss zugeben, dass ich mir beim Frauenrennen keine Prognose zutraue, weil ich die Leistungen dann doch nicht so verfolge wie bei den Herren. Man möge mir verzeihen. Also gehen wir gleich zu den Jungs. Und los: Startschuss Schwimmen!

Und hier wird es gleich mächtig zur Sache gehen. Die schnellen Schwimmer um Andy Potts, Jan Frodeno und Javier Gomez werden sicher ordentlich auf´s Tempo drücken, weil sie es gar nicht anders kennen und können. Nun wird man sehen, ob Sebastian Kienle gut getapert hat und ein wenig Speed ins Wasser mit nimmt. Ansonsten könnten hier schnell mal 3 Minuten verloren gehen. Was aber gar nichts zu bedeuten hat, hat der Radkurs doch 900 gut platzierte Höhenmeter.

Meine Einschätzung startet deshalb eigentlich erst mit der Einfahrt in die 2. Wechselzone, da ich mir gut vorstellen kann, dass die Gruppe dieses Mal recht groß sein könnte. Die schnellen Läufer wissen schließlich, was sie auf einem schwierigen Laufkurs mit nochmal 330 Höhenmetern (!) können. Also läuft es auf ein Laufduell hinaus.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Favoriten alle dabei. Es sei denn, Außenseiter Andreas Dreitz hat sich ein Herz gefasst und als guter Schwimmer auf dem Rad die vordere Gruppe gesprengt. Dennoch werden aus meiner Sicht Jan Frodeno und Javier Gomez das Rennen unter sich ausmachen. Zum Schluss sieht mein Podest wie folgt aus:

1. Jan Frodeno – 2. Javier Gomez – 3. Sebastian Kienle

Auf jeden Fall werde ich Sonntag ab 13.00 Uhr an dem wirklich miserablen Live-Stream der WTC hängen. Denn dieses Rennen scheint mir ein wahrer Leckerbissen zu werden. Und wer weiß – vielleicht ist es am Ende doch wieder ein Solo-Ritt von Sebi Kienle, der alles entscheidet. Gönnen würde man es ihm allemal!

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2 Kommentare

  1. hallo Holger

    ich kann dir aus eigener Erfahrung mitteilen, dass das Windschattenproblem auch unter age-groupern ein Thema war…
    und eine runde auf der Laufstrecke hatten 330 Höhenmeter, d.h. es waren total 680….
    war aber eine super Erfahrung und ich habe alles mit dem olympischen Gedanken überhaupt dabei sein zu dürfen, sehr genossen…

    liebe Grüsse
    Tina aus Zürich

  2. Hallo Tina,

    leider wurde mir das nun von mehreren Sportlern auch noch einmal bestätigt. Schade für eine WM.

    Auch wenn das Erlebnis wichtig ist, so halte ich die Einhaltung der Regeln für sehr wichtig. Für manche Sportler geht es ja auch um den Lohn der (Trainings-)Arbeit in Form einer objektiven Platzierung. Wenn das nicht gewährleistet ist, wird´s einfach ärgerlich, finde ich.

    Gut, wenn du es genießen konntest 🙂

    Viele Grüße
    Holger

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