Rückblick: Mein Trainingsjahr 2013

Den Begriff Katastrophe sollte man in unserer Zeit nicht einfach so in den Mund nehmen. Als ich mir bei meinem ungewollten Zusammenstoß mit einem Gerätewagen am 14. März 2013 die Achillessehne deutlich für mich sichtbar in zwei Teile durchtrennte, schwante mir aber schön das Szenario, das man eben sofort im Kopf hat, wenn man seine Ferse hebt, in eine klaffende Wunde blickt und zwei weiße Sehnenenden baumeln sieht. Nach weiteren zwei Wochen, in der ich auf Teneriffa humpelnd und notdürftig versorgt noch zwei Trainingscamps zu Ende führte, stieg ich in den Flieger nach Frankfurt und wurde am 28. März, fast noch auf der Landebahn, in Wiesbaden operiert. Bei aller Zuversicht – damit war die Sport-Saison 2013 gelaufen.

Auch die Bemühungen, wenigstens schwimmerisch auf ein gutes Niveau zu kommen, scheiterten an den mäßigen Gesamtaussichten. Zwar hatte ich ich ein paar sehr schöne triathletische Staffelerlebnisse (Ingolstadt, Staffel-Europameister 70.3 Wiesbaden) und auch einen tollen Abschluss mit dem Great-Fjord-Swim in Irland. Aber wenn man nicht mehr durch den Wald rennen kann, fehlt etwas ganz Essentielles und der Wille, sich im Wasser so richtig zu quälen war dann auch nicht mehr so recht da. Eine Fähigkeit, die mich sonst wie von selbst antreibt. So habe ich mir die Zeit genommen, die ich für nötig hielt und bin nun am Ende der Reise glücklich, nichts überstürzt zu haben. Denn bis heute habe ich nicht einen Tag Schmerzen oder Beschwerden in der Beweglichkeit in meinem operierten Fuß verspürt. Danke auch an Dr. Alex Mayer von der Aukammklinik in Wiesbaden. Good Job! Eine Arbeit, die mein Sportlerleben gerettet hat. Schwimmer können auch operieren.

Am 24. Dezember (mein Geschenk an mich) bin ich wieder in das geregelte Lauftraining eingestiegen (wie man an der Statistik sieht). Doch es liegt noch ein weiter Weg vor mir, um auf das gewohnte Niveau zu kommen. Step by step eben, das Lächeln nie vergessen und immer zuversichtlich bleiben. Auch wenn einem das Lächeln beim Anblick dieser „laschen“ Tabelle schon mal vergehen kann.

Nehmt euch in acht in 2014, ihr Agegrouper da draussen – ich bin mächtig ausgeruht!

Was ich mit all dem sagen will? Lasst euch einfach Zeit, wenn ihr verletzt seid. Überstürzt nichts, sondern lasst die Seele entscheiden, wann es wieder soweit ist. Diese Erfahrung habe ich in all den Jahrzehnten Leistungssport gemacht: wer nur gut in sich hineinhorcht, der findet den richtigen Zeitpunkt wieder einzusteigen. Kein ambitioniertes Training mit ruiniertem Körper. keine Quälerei mit unwilliger Seele. Bring zusammen was zusammen gehört: Körper & Seele. Sie werden es dir danken!

Alles Gute an meine Blog-Leser! Wir sehen uns 🙂

Monat Swim Bike Run
Januar 31,2 366 63,4
Februar 32,1 762 10,0
März 13,7 210 7,0
April 0,0 0 0,0
Mai 48,9 42 0,0
Juni 68,5 42 0,0
Juli 65,0 352 0,0
August 49,2 404 0,0
September 40,7 123 0,0
Oktober 24,8 114 57,6
November 35,3 193 20,4
Dezember 34,7 45 123,9
       
Total km 444,1 2.652 282,3
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