Triathlon: So geht vernünftig!

allwetterkind-schwimmstartWenn man jedes Jahr dieselben Erkenntnisse erwirbt, dann muss im System etwas falsch sein oder man selber ist auf dem Holzweg. Letzteres klammere ich jetzt mal selbstbewusst aus, da es sich bei diesem Thema um ein Sachgebiet handelt, um das ich mich schon seit einigen Jahrzehnten kümmere.

Es geht um die erste Disziplin im Triathlon: dem Schwimmen. Genauer? Dem Schwimmstart inklusive der ersten 200 Meter. Denn was ich bei meinem Staffelstart in Ingolstadt erlebt habe, war wieder einmal die Krönung. Würde mein Schützling so starten wie 80% der Teilnehmer, dann würde ich als Trainer ziemlich scharfe Worte finden.

Denn das, was da auf den ersten 200m (und das gilt für alle Distanzen bis hin zum Ironman) gemacht wird, ist wirklich: sub-optimal. Kein Langstreckenschwimmer (also Distanzen ab 1.500 Meter aufwärts) der Welt würde die ersten 200m so hochintensiv angehen. Weil er genau weiß, dass er sich damit sein ganzes Rennen zerstören würde. Und merke: dieses Rennen hört nach 1.500 Metern auf – diese Sportler müssen nicht noch radeln und laufen und gehen dennoch behutsam an. Meistens ist die zweite Hälfte dann sogar schneller als die erste!

Also mein Appell (und dein Rennen wird in der Endabrechnung dadurch garantiert deutlich schneller): schwimmt das erste Drittel der Schwimmstrecke (egal ob 1.5 oder 3.8km) entspannter los. Die Laktatproduktion eines schnellen 200ers am Anfang kann Auswirkungen bis in´s Ziel haben bzw. mehrere Stunden Probleme bereiten. Macht euch am Anfang locker, sucht euch einen guten Weg, findet einen Platz am Rande und macht vor allem eins: EUER RENNEN! Viel Erfolg für den nächsten Start.

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6 Kommentare

  1. Hi Holger,
    gut daß du nochmal drauf hingewiesen hast…! Genauso hab ich es mir vorgenommen, hoffe eine entspannte Position außen zu finden…

  2. Habe die selbe Erfahrung gemacht. Bin eh ein schlechter Schwimmer und es hat keinen Sinn loszuschwimmen wie ein Irrer. Bei mir endete bei einer Mitteldistanz nach 100m fast der gesamte Wettkampf weil ich zu schnell war und keine Luft mehr bekam. Erst nach Brustschwimmen bis zur nächsten Boje konnte ich wieder normal atmen. Ging dann als drittletzter aus dem Wasser und die Motivation war im Eimer. Noch ein Tipp von mir: Schwimmt Euch lange genug ein und passt Euren Körper an die Wassertemperatur an (besonders bei kalten Wassser), dann gibt es keine Überraschungen nach dem Start.

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