Triathlon-Hitzeschlacht

Nein, es war nicht Kailua-Kona, auch nicht der Alii Drive und auch nicht das Energy Lab – es war der V-Card-Triathlon in Viernheim, der mit hawaiianischen Bedingungen auftrumpfte. 40 Grad beim Start um 13.00 Uhr in der prallen Mittagshitze ließen nicht nur bei mir die Bedenken glühen. Für mich sind Temperaturen jenseits der 25-Grad-Marke ja schon tropisch und nun dies Kombi: Hitze, deutlich weniger Training, anspruchsvolle Radstrecke (fast 600 Höhenmeter) und dennoch kein Ausweg! Also Augen zu und durch.

Konservative Renntaktik hieß also die Devise. Schade dennoch, dass ich mich beim Schwimmstart nicht gut positionierte und gleich mal die erste 3er-Gruppe um Timo Bracht verpasste. Da wäre ich schon gerne mitgeschwommen. Als aber das Loch schnell auf 10 Meter anwuchs, ließ ich es dabei und cruiste mit der Verfolgergruppe hinterher. Am Ende stieg ich als 6. aus dem Wasser. Das war okay!

Rauf auf´s Rad und gleich nach dem ersten Kilometer mit 13% den Berg hinauf. Da schoss auch schon Michael Göhner an mir vorbei und zeigte mir deutlich, wo die Unterschiede zwischen Profi- und Feierabendsportler liegen. Insgesamt lag ich mit meiner Radzeit von 1.12h für die 40 Kilometer aber gar nicht mal schlecht und so rollte ich als 8. in die zweite Wechselzone ein. Dort im Stadion stand die Hitze wie eine Wand!

Ab in die Laufschuhe und im Jogging-Tempo los. Bloß keine Fehler machen. Selbst 10 Kilometer können elend lang werden, wenn man keine Energie mehr hat. Und bei diesen Temperaturen kündigt sich das nicht immer gemäßigt an, sondern erfolgt wie ein Keulenschlag aus der Dunkelheit. Und das könnte es dann schon gewesen sein mit der Laufherrlichkeit. Im Wald kam mir Timo entgegen, später Michael Göhner, die beide mit sehr mäßigen 37er-Zeiten über 10 Kilometer bestens dokumentierten, was an diesem Tag eben nicht möglich war: nämlich schnell zu laufen. Beruhigend im Nachhinein.

Am Ende stand eine Zeit von 2.17 Stunden, Platz 1 in der Altersklasse, schnellste Zeit in der Ligawertung, Aufstieg mit meinem Verein dem EOSC Offenbach und Overall Platz 12. Für diese Umstände ein fast optimales Ergebnis. Jetzt geht es am Wochenende nach Zell am See zum 70.3. Mal sehen, ob das um 50% reduzierte Training dafür reicht.

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2 Kommentare

  1. Hallo Holger,

    auf jeden Fall sah es kontrolliert und gut aus…und vor allem erheblich besser als 95% der „Hitzetoten“ die dort rumgelaufen sind.

    Wenn es dich tröstet: Im Gegensatz zu meinen diesjährigen Trainingsumfängen liest es sich bei dir noch wie ein Mammutprogramm. Immerhin komme ich jetzt wo mein Heuschnupfen abgeklungen ist auch langsam wieder in die Gänge.

    Dir auf jeden Fall schonmal viel Erfolg beim 70.3.

    Viele Grüße Roland

    Von meinem iPad gesendet

  2. Hallo Roland, vielen Dank. Ich habe dir gerade eine Mail zum Post geschickt. Viele Grüße Holger

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