Training 2012

Auswertungen zu lesen und zu interpretieren sind im Regelfall eines der beliebtesten Tätigkeiten eines Ausdauersportlers. Manchmal muss man aber auch beim Anblick von Statistiken der nackten Wahrheit in´s Auge blicken. So verhält es sich bei meinem diesjährigen Training. Mit allen unvorhergesehenen Problemen (Krankheit, Verletzungen) und vorher-sehbaren Engpässen (Familie, Beruf) stellt sich das Ergebnis ziemlich nüchtern dar.

Deshalb habe ich dann auch, nach einem gescheiterten Versuch im Mai, im Juni „die Zügel gelockert“ und das Jahr unter das Motto „Training nach Lust, Laune und Zeit“ gestellt. Also weg von den nervösen Zuckungen in Meetings, wenn man merkt, wie die Zeit unaufhörlich davon rinnt oder andere Verpflichtungen dem (feier-)abendlichen Training den Gar aus machen. Da spreche ich wahrscheinlich vielen Leidensgenossen aus der Seele. Ja, genau die Seele – Hauptsache der Spirit stimmt. Dann kann man es auch mal eine Saison locker angehen lassen. So sieht es aus (wen´s interessiert):

Monat                   Swim                     Bike                      Run
Januar 40,5 417 160,1
Februar 26,0 608 59,2
März 9,9 184 37,5
April 32,4 713 82,4
Mai 38,5 746 219,4
Juni 35,9 702 157,2
Juli 36,9 722 139,6
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2 Kommentare

  1. Hallo Holger, jetzt muss ich doch hier in dem 2 Wochen alten Trainingsübersichtsbericht von Dir kommentieren, nachdem ich gerade die letzten August Berichte gelesen habe.
    Alles richtig gemacht! Gratuliere zu der Entscheidung.
    Trotz der in dem Moment vielleicht negativen Gefühle kürzer treten zu müssen, kann man durch ein bewusstes Rausnehmen manchmal viel mehr gewinnen. An Leistung zum einen und vor allem Freude. Plötzlich ist der Druck weg und man macht das was Spaß macht. Und da zahlt sich die lange Trainingserfahrung aus, wenn man einfach auf seinen Körper hört und Sachen trainiert, auf die man Lust und auch Zeit hat.
    (ich finde zB Deine 20×50 Schmett Serie gut 😉 , ich habe gerade Spaß an einer 60×50 Freistil-Variationen Serie).
    Und so überzocken viele, die mal eine Krankheit nicht auskurieren, oder Stress in Büro und Familie nicht ernst nehmen und damit immer tiefer in den Keller fahren.
    Mut zur Pause! Wofür waren denn die ganzen Trainingskilometer in den Jahren zuvor? Die sind ja schließlich nicht in 3 oder 4 Wochen wieder komplett weg!
    Also, Gratulation zu den Erfolgen und zum Mut zur „Pause“.
    Gruß
    Dirk

  2. Hallo Dirk,

    du hast Recht. Ab und zu sollte man die Zügel lockern und dem Spaß oder noch besser dem Gefühl den Vorrang einräumen. Und selbst wenn dann am Ende kein Top-Ergebnis herausspringt, ist das noch immer besser als mit Krampf etwas erzwingen zu wollen. Denn das hat noch niemand so richtig gut hinbekommen.
    Umso schöner aber natürlich, wenn es am Ende doch versöhnlich ist.
    Mut zur Pause – da stimme ich dir vollkommen zu!

    Viele Grüße
    Holger

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