Trainingsumfänge

holger-luening-sailfish-supIch muß gestehen, eine meiner Lieblingsseiten im Triathlon Magazin ist mittlerweile der Vergleich zweier Athleten. Weniger weil mich interessiert, mit wem sie gerne eine Sauna besuchen möchten, sondern noch viel mehr, um mal nach den Trainingsumfängen und Disziplinbestzeiten zu schauen. Und da bekommt man mehrere Eindrücke.

Erstens: klar, Triathlon als Berufssport ist eine brutale Angelegenheit. Mit Talent kommt man zwar voran aber längst nicht vorne an. Da bedarf es schon ein wenig mehr: Fleiß und das Vermögen, unglaublich hohe Trainingsumfänge zu tolerieren. Da schüttelt man schon mal den Kopf, wenn man selber als Hobbyathlet darum kämpft, auf seine 10 Wochen-Trainingsstunden zu kommen. Das ist kein Zuckerschlecken.

Zweitens wird aber auch immer wieder klar, wie stark die Schwimmleistungen hinter den anderen Leistungen (Rad, Laufen) zurückbleiben, wenn man sich die Teil-Bestzeiten ansieht. Da werden eigentlich immer mindestens 20 Kilometer pro Wiche geschwommen. Das reicht bei den Schwimmern im Regelfall um einen mittelmäßig talentierten Schwimmer zu einer 1.500m-Zeit von um 18 Minuten, wenn nicht gar darunter, zu bringen. Das entspräche einer 3.8km-Leistung mit Neoprenanzug von deutlich unter 50 Minuten. Irgendwie ist die Schwimmschwäche der Triathleten fast unerklärlich.

Drittens stellt man sich wirklich die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, die Formate so umzugestalten, dass besonders die Langdistanz-Athleten von einem attraktiven Preisgeld aber auch von einer medialen Präsenz profitieren können. Wer zwei Langdistanzen pro Jahr absolviert und sich als Profi nicht für Hawaii qualifiziert, der hat schließlich ein echtes Problem. Nämlich den Lebensunterhalt zu verdienen. Da kann der Beruf schnell zum Stressfaktor werden.

Viertens: schade, dass es die Verbände und privaten Veranstalter einfach nicht schaffen, gemeinsam den Sport so zu reformieren, dass er auch medial vorankommt.

Fünftens: wie kam ich eigentlich vom ersten Thema zu den anderen?

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