Sport und Beruf: Lockerheit

Und zum guten Ende meiner kleinen Blog-Serie das wichtigste Thema: Lockerheit.

Locker nicht im Sinne von Gemütlichkeit oder gar Faulheit. Ganz im Gegenteil. Eine leistungsfördernde Entspanntheit, die jeden von uns zu deutlich besseren Leistungen befähigt, als wenn man etwas mit der Brechstange versucht zu erreichen.

Man stelle sich nur den zusammengepressten Brustkorb des Redners vor einem Vortrag vor oder die zitternden Hände eines Uhrenmachers. Das läßt sich auch physiologisch recht einfach erklären. Verkrampfung führt im Gehirn immer dazu, dass Areale an einer Handlung mitwirken, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben. Zumindest nicht, wenn es um eine optimale Leistung geht. Vielmehr werden entweder Muskeln oder Organe in die Handlung „eingespannt“, die eher stabilisierenden Charakter haben. Meistens endet das aber in einer muskulären oder organischen Überreaktion. Anspannung wird zu Verspannung.

Allein das unangenehme Gefühl im Magen oder der schlechte Schlaf vor einem wichtigen Meeting lassen darauf rückschließen, wie sehr das Gehirn die Funktion der Organe steuert ohne dass es in diesem Moment auch nur ein Fünkchen zum Gelingen beitragen kann. Manchmal tun wir (denn unser Gehirn sind ja auch wir) genau das Gegenteil.

Im Sport werden die großartigsten Leistungen vollbracht, wenn man mit einer zuversichtliche Lockerheit an den Start geht. Dann besteht allergrößte Hoffnung, dass sich das berühmte Flow-Gefühl einstellt. Dann ist man ganz für sich – quasi im Hier und Jetzt. Nur Geist und Köper!

Lockerheit kann trainiert werden und sie kann sogar Teil einer eigenen oder einer Firmenphilosophie sein, ohne dass Leistung oder Produktivität darunter leiden. Denn eine Erkenntnis ist für jedermann verständlich: habe ich Freude an dem, was ich tue, werde ich lockerer. Mit Freude am Tun vergißt man schnell mal Zeit und Raum. Was kann einem Besseres passieren, als wie im Rausch zu sein! Der Sport lehrt uns die besten Dinge.

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