Sport und Beruf: Coaching

Ein Trainer, der seine Schützlinge vorsätzlich „klein“ halten würde und ihnen Informationen und Hilfestellungen vorenthält, die ihnen in der Weiterentwicklung helfen könnte, wäre ein schlechter Vertreter seiner Gattung. Vielmehr geht es doch bei einem Trainer darum, seinen Sportler die Dinge zu vermitteln, die sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Leistungsstarke und erfolgreiche Sportler sind schließlich die Visitenkarte eines Trainers – quasi auch seine Job-Garantie. Und deshalb engagieren sich Trainer für die Entwicklung ihrer Sportler.

Wie ist das denn im Beruf, in der Beziehung Vorgesetzter – Untergebener? Allein schon die Bezeichnung sollte schnellstens geändert werden. Das hört sich schon gar nicht nach einem Verhältnis an, das inhaltlich harmonisch an einem Strang ziehen kann. Für den Vorgesetzten ist der Erhalt dieses Status` oftmals der erwünschte Erfolg. Nämlich die eigene Position sichernd, indem man die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter klein hält. Schizophren? Natürlich!

Selbstverständlich gibt es auch ganz andere Konstellationen. Dennoch muß man sich in der Situation beider Personen doch immer wieder hinterfragen: wie entwickeln sich die Dinge gerade? Bin ich immer noch darauf bedacht, das Beste aus meinem Team und seinen Individuen zu machen? Bin ich der Coach meiner Mitarbeiter und spüre ich Konkurrenz?

Auf Seiten des Mitarbeiters stellen sich Fragen wie: Werde ich tatsächlich unterstützt? Lerne ich von meinem Vorgesetzten? Gibt er mir die Freiräume, die ich für meine Weiterentwicklung benötige? Um am Ende die Frage zu beantworten: Empfinde ich Vertrauen und Rückhalt durch meinen Chef oder Vorgesetzten?

Ich kann nur sagen: es gibt kaum etwas Schöneres, als die Weiterentwicklung eines Menschen unterstützen zu können. Versteht man sich als Coach, gibt man sicher eine Menge, bekommt aber auch eine Menge zurück. Und genau darum geht es: Das bewußte Anleiten und Führen von Entwicklungsprozessen anderer Personen, ohne sich dabei selber zu wichtig zu nehmen. Man muß dann auch nicht immer alles besser wissen. Und auch das nimmt eine Menge Druck von den Schultern derer Menschen, die glauben, als Führungskraft immer recht haben zu müssen. Freiheit erlauben. Eben wie im Sport!

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