Gedanken zum 70.3

„Warum besteht eigentlich dieser Drang, den Triathlon in die City zu bringen?“ Diese Frage hörte ich häufig in den vielen Gesprächen am Rande des 70.3 in Wiesbaden. Und tatsächlich kann man die Frage ja mal diskutieren. Denn der Ironman 70.3 in Wiesbaden ist durch die Verlegung des Startbereichs noch weiter auseinander gezogen und organisatorisch schwierig zu handeln. Für den Organisator wie auch für die Sportler samt Anhang.

Nicht nur, dass der Raunheimer See über 20 Kilometer entfernt vom Zielbereich liegt und man am Abend mühsam sein Auto dort wieder abholen muß. Auch das Laufen mit mehreren Hundert Athleten auf einer 5km-Runde durch Wiesbaden war irgendwie kein rechtes Vergnügen – weder für die Sportler noch für die Zuschauer. Wenn man nämlich schon recht früh den Überblick über Positionen verliert, wird aus einem tollen Rennen schnell eine anonyme Massenveranstaltung. Natürlich kämpfen wir alle für uns selbst. Aber ein wenig Spannung täte unserer eigenen Performance doch auch manchmal ganz gut, oder?

Und auch für die Aussteller kann es nicht ideal sein, wenn man nach Erhalt seiner Startunterlagen erst einmal 30 Minuten hinausfahren muß, um sein Rad einzuchecken. Eine Rückkehr zur Expo ist damit fast ausgeschlossen. Und was passiert nach dem Zieleinlauf? Ab zum Shuttle, um das Auto wieder zu holen. Also alles nicht so recht komfortabel.

Zugegeben, die Situation ist für den Veranstalter nicht leicht und er macht das Beste daraus. Das ist gar keine Frage. Dennoch wünscht man sich manchmal eine Rückkehr an einen wunderschönen See mit netter Infrastruktur, einem anspruchsvollen Radkurs und einem reizvollen Lauf durch die Natur – im Idealfall um den See herum. Das würde unserem Sport glaube ich ganz gut tun. Romantik? Sicher – aber auch der Wunsch, dass es vielleicht bald mal wieder eine Rückkehr gibt. Zurück nämlich in die Natur. Das könnte Sportler, Supporter und Zuschauer gleichermaßen erfreuen!

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2 Kommentare

  1. Hallo Holger,

    ich kann dir nur zustimmen,aber leider steht der finanzielle Aspekt zu sehr im Vordergrund.

    Gerhard

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