28 Grad
28 Grad! Das ist so im Schnitt die derzeitige Tagestemperatur, von der man hier umgeben wird. Und noch besser: die Wassertemperatur des Atlantiks liegt bei 24 Grad! Beste Voraussetzungen für einen schönen Einstieg in das Campprogramm. Am Sonntag geht es los! Vielleicht gelingt es mir dann auch endlich, in ein einigermaßen geregeltes Bewegungsprogramm einzusteigen. Im Moment möchte ich mich mit Niemandem ernsthaft messen. Aber erst einmal müssen die sportlichen Ziele für 2010 definiert werden. Dann fällt einiges leichter. Und das könnte das Ziel sein: Triathlon EM in Irland!
Dumm gelaufen
Das Ziel meines Mittwoch-Ausflugs galt dem Vorhaben, eine Laufstrecke im Lavagebiet des Teide zu finden. Auf der Landkarte hatte ich eine ca. 14km lange Strecke ausgesucht. Das Erlebnis, völlig alleine zwischen skurril anmutenden Lavagebilden zu laufen, war einfach toll. Diese Eindrücke hatten meine Wahrnehmung aber offensichtlich derart eingetrübt, dass ich einen falschen Pfad auf dem Rückweg lief. Kleine Fehler – große Wirkung! Nach 1 Stunde dachte ich, kurz vor dem Parkplatz zu sein. Langer Rede kurzer Sinn: am Ende lief ich 30 (!)km mit 750 Höhenmetern in gut 3 Stunden. Zwischendurch war es dunkel geworden, ich machte die Bekanntschaft von wilden Hunden, meine Frau rief in der Zwischenzeit die Polizei zur Hilfe und am Ende war ich echt froh im Auto zu sitzen. In der ersten Tankstelle habe ich wie ein Wüstentier erst einmal 3 Dosen Cola “weggesoffen”. Das war mal wieder ein tolles Abenteuer – auf dem Video sieht es noch alles nach einem optimalen Verlauf aus … (mit dem 4-Min-Video habe ich mir richtig Mühe gemacht).
Red Flag

Jammern auf hohem Niveau! Wenn man vom Lärm der Wellen geweckt wird und sich darüber empört, kann man dafür sicher kein Verständnis erwarten. Gestern war es aber schon um 6.00 Uhr derart laut, dass an einen ruhigen Schlaf nicht zu denken war. Das lag aber auch an den Glückshormon-betankten Surfern, die die meterhohen Wellen abritten.
Für den Hausstrand bedeutete dies: Rote Flagge! Also striktes Schwimmverbot. Als am Nachmittag ein Heilkopter über dem Strand kreiste und ein Rettungsboot aufkreuzte, wurde man sich dem Ernst der Lage bewußt.
Das ist aber mehr eine Randbemerkung gegenüber dem, was mir am Nachmittag widerfahren ist. Es war mal wieder Zeit für Holgers Adventures! Ich muß das mal in Ruhe in einem Video verarbeiten. Aber das war schon ein spektakulärer Abend! P.S.: Hier ein Foto von einem Wasserverteiler!
Unfahrbar!
Unfahrbar gibt es nicht? Ich bin ja auch immer der Meinung, dass alles irgendwie fahrbar ist. Als ich, mit dem Auto, jedoch einen Abzweig nach Chirche nahm, mußte ich wirklich schlucken. Was sich da (bei wirklich gutem Asphalt) in die Höhe schraubt ist mehr ein Steig als eine Straße. Schätzungsweise 30% an manchen Stellen lassen sogar in einem Auto das Gefühl entstehen, man überschlägt sich gleich.
Und ich sehe es schon in manchen Augen blitzen “… diese Strecke muß zu schaffen sein. Undzwar von mir …” – ich warte hier auf Dich (ja Dich!) und bin gespannt, ob Du diese Strecke meisterst.
Runner´s High
Laufen in den Lavafeldern auf Teneriffa ist schon ein echtes Erlebnis. Auf 1.200m Höhe habe ich mir eine kleine Trainingseinheit gegönnt. Hier sind ein paar Impressionen in 3 Minuten zusammengefasst.
Schmeckt!
Dialog am morgen auf der Terasse.
Sie (besorgt): “Schatz, riecht es hier nicht verbrannt?”, Er (zieht die Augenbrauen hoch): “Ach was, das kommt vom Frühstücksraum unten.”, Sie: “Ist es in der Wohnung nicht etwas nebelig?”, Er (leicht genervt): “Wieso, was soll denn da anbrennen?”, Sie (jetzt ernsthaft besorgt): “Bitte sieh doch mal nach!!!”, Er (kerniges Lächeln): “Na gut, wenn du meinst.” – 3 Sekunden vergehen – Er (mit dem gescheiterten Versuch, souverän zu wirken): “Ja na gut – ich habe einen Toast im Backofen vergessen und ihn auch nicht ausgeschaltet. Ich habe alle Fenster zum Lüften geöffnet. Es stinkt gewaltig!”, Sie: (sagt nichts – schüttelt nur den Kopf). Mit Nutella hat er noch ganz passabel geschmeckt …
Dafür ist der Mann beim Tanken hier der Held. Normal-Benzin für 79 Cent/l. Das bedeutet: mehr Liter als Euros auf der Anzeige. Ein tolles Gefühl. Fast wir früher. Und noch ein tolles Ereignis: unser 19 Monate alter Sohn hat nun festgestellt, dass man Joghurt auch durch die Nase einführen kann. Zum Glück perforiert er nicht mehr meine ganzen Powerbar-Riegel!
Ach ja: und bei Seppels Bäckerei waren wir heute auch. Schlange stehen wie in Deutschland!
100m: 49.36 Sek
Heute hatte ich die Gelegenheit, mit den Schwimmern des SV Halle (das ist der Club von Weltmeister Paul Biedermann) unseren sailfish-Neopren-Testcenter einzuweihen. Ich habe schon lange auf den Moment gewartet, mal einen Spitzenschwimmer in einem Triathlon-Neoprenanzug schwimmen zu sehen. Ich hatte mit dem Trainer ausgemacht, dass wir im Anschluß an eine verhältnismäßig lockere Trainingseinheit noch einen kurzen Test schwimmen. Die Spannung war groß! Und was dann passierte war wirklich phänomenal.
Obwohl die Jungs hier täglich an die 13 Kilometer schwimmen, purzelten die Bestzeiten nur so herunter. Im sailfish-Attack legte der schnellste Schwimmer eine Zeit von 49.36 sek auf 100m Freistil hin. Und dabei hatten wir nicht einmal das sailfish-Topmodell ausgewählt.
Wasser marsch?
Bevor ich morgen über eine möglicherweise sehr erstaunliche Leistung im Wasser berichte, soll eben dieses Element Thema meiner heutigen Ausführungen sein. Denn man wird nachdenklich hier auf Teneriffa. Das Trinken des Wassers aus der Leitung wird ja generell nicht empfohlen und so schleppt man nicht selten 8l-Kanister in seine Wohnung. Dieses Wasser wird dann zum Kaffeekochen, Trinken, Nudelkochen, Radflaschen auffüllen und anderen Dingen verwendet. Und dann merkt man erst einmal, wie schnell 8l verbraucht sind. Das hilft, um ein neues Gefühl für dieses kostbare Gut zu bekommen.
Im Norden der Insel werden demnächst 8-Meter-Wellen erwartet. Wenn das der Fall ist, wird von heute auf morgen ein Surf-Event mit den besten Surfern Europas ausgetragen. Man weiß nur nicht, wann die Wellen kommen. Deshalb sitzen die Profiboarder irgendwo zuhause mit einem stand-by-Ticket auf gepackten Brettern. Ich glaube, das ist COOL !
Gigantisch
Nach einem tollen Sonnenaufgang zeigte sich der Tag wieder von seiner besten Seite. Ideal also, um die Küste in Richtung Westen zu erkunden. Dabei habe ich eine Radtour gefunden, die zurecht als gigantisch bezeichnet werden kann.
Das Ziel, die Klippen von Los Gigantes, steigen über 450 Meter steil aus dem Meer empor. Ein tolles Panorama. Kein Wunder, dass sich hier Delphine und Wale wohlfühlen. Die nackten Zahlen: 58 Kilometer und 720 Höhenmeter.
Tenerife High Tech: Free WiFi-Zone am Strand! Von wegen zurückgebliebenes Inselvolk! (siehe Foto mitte)
Flach fahren
Flach fahren – das mag beim Anblick der Topographie Teneriffas gar nicht so leicht erscheinen. Heute machte ich mich auf die Suche nach einer lockeren Etappe, die von La Caleta aus startet.
Ich fuhr in Richtung Ostküste über Los Cristianos, dann Richtung Küste nach Las Galletas mit dem Umkehrpunkt El Medano. Eine sehr schöne Tour mit vielfältigen Eindrücken. Über die gesamte Strecke ist das Meer im Blickfeld. Am Ende standen 68 Kilometer und 960 Höhenmeter auf dem GPS-Gerät. So richtig flach also doch nicht. Aber ohne Fleiß kein Preis!












